Dreisprung

Dreisprung

Der Dreisprung ist eine technisch anspruchsvolle Disziplin, die eine besondere Vorbereitung auf die Belastungsverträglichkeit einbeiniger Sprünge erfordert. In der Vergangenheit hat sich die besondere Effektivität von geschwindigkeitsbetonten Dreisprüngen bezüglich der geringeren Belastung bei höherer Leistungsausbeute gezeigt. In den 60er-Jahren wurde der Vorläufer dieser Technik von Toni Nett "Flachsprungtechnik" genannt. In den 70ern veränderte sich diese Flachsprungtechnik aber durch die Einführung der Kunststoffbahnen.

Das charakteristische des geschwindigkeitsbetonten Dreisprungs ist der greifende Fußaufsatz, als Vorbereitung der rückwärts gerichteten Schlagbewegung des annähernd gestreckten Beins bei dem der Fuß schon vor dem Bodenkontakt die Horizontalgeschwindigkeit des Springers ausgleicht und mit der Sprungbahn quasi "synchronisiert" wird. Mittels dieser "Geschwindigkeitsanpassung vom Fuß an die Sprungbahn" reduziert der Athlet die horizontale Belastung in den Stützkontakten der Absprünge. Durch diese Reduktion der horizontalen Belastungen (Kräfte) werden bei diesen Absprüngen natürlich auch die Geschwindigkeitsverluste gesenkt. So führt diese Technik mit der höheren Horizontalgeschwindigkeit im Sprung bei gleicher Flugdauer in den Teilsprüngen zu einer größeren Gesamtweite.

Die vertikalen Kräfte, von denen die Flugdauer abhängt, können durch die "short-range-elastic-stiffness" und den "Dehnungsreflex" gesteigert werden. Hierauf werden wir bei dieser methodischen Vorbereitung des geschwindigkeitsbetonten Dreisprungs aber nicht näher eingehen, da sie erst in das Anschlusstraining zur weiteren Entwicklung gehören.